Der Kreislauf des Aufschiebens

Der Kreislauf des Aufschiebens

Immer wieder das gleiche Spiel: Aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Morgen ist ja auch noch ein Tag. Und so geht's weiter. Tag für Tag.

Kommt dir das irgendwie bekannt vor?

Wenn's dir genauso geht, dann bist du hier richtig. Hier bei angepackt.de geht's um diese eine Sache: Wie man Dinge anpackt und nicht aufschiebt. Was hilft und was nicht? Wie kann man seine Gewohnheiten in den Griff bekommen? Und wie lernt man Selbstbeherrschung.

Was natürlich ganz klar ist: jeder Mensch ist zu einem gewissen Grad ein Aufschieber. Der eine mehr, der andere weniger. In geringem Umfang ist das auch gar kein Problem. Aber wenn die eigene Zukunft auf dem Spiel steht - dann sollte man doch langsam mal was tun.

Nur - leichter gesagt als getan.

Im Extremfall kann die Aufschieberitis schlimme Ausmaße annehmen:

  • Wenn das Finanzamt mit einer Steuerschätzung droht.
  • Wenn die Firma den Bach runter geht.
  • Wenn eines Tages am Sofa das Schild "Schwertransport" hängt.
  • Wenn die Klausur naht und man immer noch keine Ahnung von der Planung hat.
  • usw.
Jeder von uns kann bestimmt noch einen Punkt zu dieser Liste hinzufügen. Vielleicht hast du schon oft den Vorsatz gefasst, daran etwas zu ändern - und alles ging so weiter wie zuvor. Morgen ist ja auch noch ein Tag.

Bitte keine Ausreden - ich weiß, dass es so ist. Oder warum stromerst du im Internet herum und liest Artikel darüber, wie man die Prokrastination überwindet? Wie man das Aufschieben stoppt?

Ja, ich selbst kann auch ein Liedchen davon singen. Und ich habe Artikel im Internet über Prokrastination und Selbstdisziplin gelesen. Bücher über Aufschieberitis und Arbeitsorganisation. YouTube-Videos über dieses Thema reingezogen. Ich habe mich mit Psychologie und Gehirnforschung befasst. Und und und...

Tja, und was habe ich gelernt?

Die wichtigste Erkenntnis war: Das Gehirn ist neuroplastisch. Klingt gut und ist es auch. Nur: was bedeutet das?

Ich zitiere mal aus der Wikipedia - aber bitte nicht lachen:

Unter neuronaler Plastizität versteht man die Eigenart von Synapsen, Nervenzellen oder auch ganzen Hirnarealen, sich zwecks Optimierung laufender Prozesse nutzungsabhängig in ihrer Anatomie und Funktion zu verändern.
Ah-ja, ok... Alles verstanden?

Nun, ich übersetze das mal ins Deutsche (was mir als Schwabe natürlich nicht besonders leicht fällt):

Neuronale Plastizität bedeutet: Das Gehirn kann (um-)lernen.

Ist das nicht cool? Das ist doch der absolute Schenkelklopfer: So eine Binsenweisheit - und trotzdem fühlen wir uns oft ausgeliefert. Wir fühlen uns in unseren eigenen Verhaltensweisen gefangen. Das Gehirn kann sich aber ändern - und damit auch unser eigenes Verhalten. Vielleicht sollten wir das jeden Tag 10x an die Tafel schreiben, damit wir uns dessen auch bewusst sind.

Auch wenn diese Erkenntnis auch noch so banal erscheinen mag - diese Tatsache vor Augen zu haben bewirkt eine wichtige Sache:

Man hat die Gewissheit, dass man etwas ändern kann.

Damit kann's jetzt ja los gehen. Fangen wir gleich an mit der Neuprogrammierung des Gehirns. Was uns aber zur Frage bringt, wie man das denn macht. Wie lernt man denn neue Verhaltensweisen?

Bücherregal

Hatte ich vorhin erwähnt, dass ich viele Bücher zu diesem Thema gelesen habe? Und - konnte ich dadurch das Aufschieben überwinden?

Nein, konnte ich nicht. Warum, wo ich doch so viel darüber gelernt habe?

Die Antwort liegt darin, dass man zwei grundlegende Arten von Lernen unterscheiden muss:

  • Lernen von Wissen
  • Lernen von Verhalten
Genau da liegt der Hase im Pfeffer. Das Lernen von Verhalten funktioniert nämlich ganz anders als das Lernen von Wissen. Und Wissen habe ich mir durch das Lesen der Bücher, Artikel und Anschauen von Video zur Genüge angehäuft.

Also, wie lernt man Verhalten?

Im Prinzip gibt es zwei verschiedene Methoden, Verhalten zu lernen, nämlich durch
  • Imitation und
  • Training
Hast du schon einmal einen Tanzkurs mitgemacht? Wie lief der ab? In einem Klassenzimmer? Hat der Lehrer die Grundschritte an der Tafel erklärt? Du hast zustimmend genickt (Ah, so geht das!) und dann zuhause für die Prüfung gebüffelt? Oder war's ganz anders?

Schalthebel

Beim Führerschein war's doch ganz genauso. Du hast nicht nur die Theorie gelernt, sondern auch die Praxis. Und diese hast du in der Praxis gelernt. Kannst du dich noch erinnern, wie schwer es anfangs war, die Kupplung zu treten und den richtigen Gang einzulegen? Aber jetzt geht's automatisch. Ohne dass du nachdenken musst.

Wie konnte es nur so weit kommen?

Tja, weil es jemand vorgemacht hat und du hast dann geübt. Du hast trainiert. Immer und immer wieder das gleiche Verhalten. Bis es in Fleisch und Blut überging.

Und auf diese Weise kannst du alles lernen. Ich sagte alles und ich meinte alles.

Du brauchst also

  • Vorbilder, von denen du lernen kannst.
  • Und du musst dein gewünschtes Verhalten immer wieder praktizieren.
Vorbilder kannst du dir in deinem Umfeld suchen oder auch in der Phantasie. Stelle dir in deinem Kopf vor, wie diese Personen an eine Sache herangehen. Dies schafft die Grundlage dafür, dass du es auch so machen kannst.

Dann musst du das gewünschte Verhalten trainieren, bis es in Fleisch und Blut übergeht. Und das ist der schwierigste Teil. Denn wir sprechen hier ja übers Aufschieben.

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